Rasergesetz Via Sicura
Sanktionen gegen den Bleifuss

Seit mehreren Jahren werden Raser in der Schweiz härter angepackt. Wann ist jemand ein Raser? Und wie hoch sind die Strafen genau?

Als Raser gilt, wer mit folgenden Mindesttempi unterwegs ist:

  • 70 km/h in der 30er-Zone
  • 100 km/h innerorts
  • 140 km/h ausserorts
  • 200 km/h auf der Autobahn

Wer bei solchen Tempoexzessen erwischt wird, erhält als Ersttäter zwingend mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe sowie 2 Jahre Führerausweisentzug. Das sind erhebliche Strafverschärfungen. Erfolgt sind sie im Rahmen des Sicherheitsprogramms «Via Sicura» als Reaktion auf die verheerenden Raserunfälle, die sich in den letzten Jahren ereignet haben.

Nicht nur Raser werden härter angefasst

Schmerzlichere Strafen als bisher drohen zum Teil auch nach weniger krassen Tempoüberschreitungen. Die Strafverfolgungsbehörden haben Empfehlungen für verschärfte Sanktionen bei groben Verkehrsregelverletzungen herausgegeben. Beispiel: Wer vor dem 1. Januar 2013 mit 90 km/h innerorts erwischt wurde, musste mit einer Busse und mit einer Geldstrafe in der Höhe von etwa 30 Tagessätzen rechnen. Neu drohen bis zu 120 Tagessätze. Die verschärften Sanktionen bei groben Regelverletzungen sind eingeführt worden, damit es im Vergleich zu den Raserdelikten nicht zu einem zu grossen Bruch kommt. Bei den sogenannt «einfachen Verletzungen» der Verkehrsregeln findet keine Verschärfung statt.

Die neuen Strafmassempfehlungen sind auf der Website der Konferenz der Strafverfolgungsbehörden abrufbar:

www.ssk-cps.ch

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